
Wie wir UV-Lampen für den Massendruck entwickeln
Wir haben unsere Lampen nicht in Konferenzräumen entworfen. Stattdessen verbrachten wir Zeit in den Produktionsstätten von 3.000 verschiedenen Druckereien, um herauszufinden, an welchen Stellen die herkömmlichen Systeme versagen.
Die meisten fertig gekauften Lampen sind für eine ideale Welt konzipiert. Sie berücksichtigen nicht die tatsächliche Wärmezunahme sowie die ständigen Vibrationen einer Hochgeschwindigkeitsdruckmaschine. Bei der Zusammenarbeit mit OEM/ODM-Partnern haben wir festgestellt, dass es nicht ausreicht, einfach die Leistung zu erhöhen. Es geht vielmehr darum, das Lichtspektrum so anzupassen, dass es mit der Chemie des Tintensystems übereinstimmt – ohne dass dabei alles schmilzt.
Das Problem der Wärme
Die Leistungskraft der Lampen ist ein zweischneidiges Schwert. Sicherlich trocknet eine hohe Leistungskraft die dicke Tinte schneller. Doch gleichzeitig entsteht eine Menge Infrarotwärme. Wenn man die Leistung zu stark erhöht, ohne eine Möglichkeit zur Kühlung zu haben, beginnt das Substrat zu deformieren. Das ist natürlich nicht gut.
Wir entwickeln unsere UV-Lampen so, dass die Leistung gleichmäßig verteilt wird. Dadurch entstehen keine „heißen Punkte“, die dazu führen könnten, dass die Tinte Blasen bildet oder dass der Film schrumpft. Dadurch wird die Trocknungsprozedur viel reibungsloser.
Die richtige Auswahl der Komponenten
Bei der Entwicklung von Lampen nach ODM-Vorgaben ist die physikalische Passform besonders wichtig. Wir verwenden standardisierte Anschlüsse sowie sehr präzise Rohrlängen, damit die Lampe problemlos eingebaut werden kann. Selbst eine kleine Abweichung in der Länge kann dazu führen, dass sich das Rohr bewegt, sobald die Maschine vibriert. Das führt wiederum zu einer ungleichmäßigen Trocknung – oder sogar zum frühzeitigen Verschleiß der Lampe.
Außerdem wählen wir das Quarzglas entsprechend dem Material aus, das getrocknet werden soll. Kurzwelliges Licht eignet sich für die Oberfläche, während längere Wellenlängen nötig sind, wenn das Licht tiefer in das Material eindringen soll.
Ehrlichkeit: Leistung versus Lebensdauer
Seien wir ehrlich: Man kann nicht alles haben. Man kann die Leistung nicht auf das Maximum erhöhen und gleichzeitig erwarten, dass die Lampe ewig hält. Wenn man die Lampe bis an ihre Grenzen belastet, trocknet die Tinte zwar schneller – doch dadurch werden die Elektroden zerstört. Es handelt sich dabei um einen Kompromiss.
Wir empfehlen normalerweise, die Lampen zu etwa 80–90 % ihrer Kapazität zu betreiben. Dadurch bleibt die Leistung über Tausende von Stunden konstant – und man muss nicht alle paar Wochen die ganze Maschine austauschen. Das ist schließlich eine vernünftigere Art, ein Unternehmen zu führen.