
Eine ungleichmäßige Trocknung der Tinte auf der Druckmaschine ist nicht nur ein Qualitätsproblem – sie führt auch zu Verlusten bei der Produktivität. In den meisten Fällen liegt das Problem darin, wie die thermische und UV-Energie auf der Trocknungsfläche verteilt wird. Wenn die UV-Lampe eine ungleichmäßige Ausleuchtung liefert, entstehen teilweise unvollständige Vernetzungen der Tinte, Probleme mit der Haftung sowie Ausschussprodukte.
Was wirklich wichtig ist Man sollte zunächst auf die kontrollierte Abstrahlung sowie auf die maximale Ausleuchtungsstärke achten. Für Standard-Tinten auf Quecksilberbasis eignet sich eine Hochdruck-Quecksilberlampe mit stabiler Strahlung bei 365 nm – das ist notwendig, um den Photoinitiator zu aktivieren und eine vollständige Vernetzung der Tinte zu erreichen. Doch allein die Ausleuchtungsstärke reicht nicht aus.
Die Geometrie des Reflektors sowie die Dichroikbeschichtung müssen so gewählt werden, dass eine gleichmäßige Energieverteilung über die gesamte Breite des Substrats gewährleistet wird. Es sollte eine Lampe verwendet werden, die eine maximale Ausleuchtungsstärke von >800 mW/cm² erzeugt – mit maximal 10 % Unterschieden in der Ausleuchtungsstärke innerhalb des Trocknungsbereichs. Zudem sollte die Ausleuchtungsstärke über 2.000 Stunden hinweg stabil bleiben, mit weniger als 5 % Abfall.
Warum das auf echten Drucklinien wichtig ist Bei Offset-, Flexo- und Siebdrucklinien sorgt eine gleichmäßige Trocknung dafür, dass die Produktivität erhalten bleibt. Dadurch werden „kalte Stellen“ vermieden, an denen die Tinte klebrig bleibt, sowie „heiße Stellen“, die dem Substrat schaden können. Das Ergebnis sind eine gleichmäßige Vernetzung der Tinte, eine gute Handhabbarkeit der Produkte sowie weniger Ausschuss.
Außerdem wird durch die effiziente Nutzung der Energie die Energiebilanz verbessert – die Energie wird dort konzentriert, wo sie benötigt wird, anstatt in die Umgebung abzuführen. Dadurch verkürzen sich auch die Bearbeitungszeiten – die Lampe erreicht schnell ihre volle Leistung, ohne lange Wartezeiten.
Details, die man nicht außer Acht lassen darf Es ist nicht möglich, einfach nur eine Lampe zur Druckmaschine zu passen. Man muss dabei die Länge des Strahls, die Kompatibilität mit den Sensoren sowie die Anschlüsse zum Trocknungsmodul berücksichtigen. Wenn dünnere Folien oder hitzeempfindliche Substrate verwendet werden, muss sichergestellt werden, dass keine Ozonbildung entsteht.
Außerdem muss die Luftzirkulation sowie die Kühlung gut gestaltet werden. Eine stabile Temperatur der Lampe verhindert Schwankungen in der Ausleuchtungsstärke während langer Betriebszeiten. Bei beschichteten Materialien muss besonders auf eine gleichmäßige Trocknung geachtet werden – die Ausleuchtungsstärke sowie die Dauer der Trocknung müssen so angepasst werden, dass keine unvollständig getrockneten Schichten entstehen.